Aus dem Inhalt

Sonderausstellung Wolf 08.03.-13.10.2019

Samstag 16.03. "Kisten zum Nisten"

10.05.2019 Podiumsdiskussion zum Wolf

12.05. Wandern mit dem Deutschlandfunk

Eichenprozessionsspinner

28.05. Vortrag zur Feldlerche

13.06. Zur Tätigkeit eines Wolfsberaters

Abschied vom langjährigen NABU-Vorsitzenden

Wandern mit dem Deutschlandfunk

Stellungnahme illegale Wolfstötung


Stellungnahme illegale Wolfstötung

Eine Straftat ist keine Konfliktlösung

Der NABU Kreisverband Gifhorn verurteilt den illegalen Wolfsabschuss auf das Schärfste.

„Es ist mehr als erschreckend, dass jemand mit einer scharfen Waffe frei herumläuft, der offenbar eine hohe kriminelle Energie besitzt und eine solche Straftat begeht. Dies ist beängstigender, als es ein Wolf jemals sein könnte“, so Florian Preusse, erster Vorsitzender des NABU Kreisverbandes Gifhorn und NABU Wolfsbotschafter.


Seit der Rückkehr der Wölfe gab es in Deutschland 39 Fälle illegaler Tötungen, davon 9 in Niedersachsen und nun den ersten Fund im Landkreis Gifhorn. Da der Fundort vermutlich nicht mit dem Tatort übereinstimmt bleibt jedoch unklar, wo das Tier erschossen wurde. Die äußerst geringe Aufklärungsquote dieser Verbrechen ist nahezu ein Freibrief für jeden Täter, weshalb die Einrichtung einer Sonderkommission Umweltkriminalität wünschenswert wäre. Hinzu kommt, dass es sicherlich eine hohe Dunkelziffer derartiger Fälle gibt.


Der Wolf ist zweifelsohne eine konfliktträchtige Tierart, da er mit uns Menschen auf verschiedenen Ebenen in einer Nutzungskonkurrenz steht. „Wer aber glaubt diese Konflikte mit der Waffe lösen zu können, stellt sich außerhalb unserer gesellschaftlichen Normen“, so Preusse.


Der NABU Kreisverband Gifhorn setzt stattdessen auf Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit und hat zusammen mit der Kreisjägerschaft Gifhorn, dem Landvolk Gifhorn-Wolfsburg und Carlo Laser als Wolfsberater eine Ausstellung rund um den Wolf im historischen Museum Schloss Gifhorn aufgebaut. Diese kann noch bis Oktober besucht werden.


Wandern mit dem Deutschlandfunk

Rückblick Großes Moor bei Gifhorn

Großes Moor Beitrag vom 06.06.2019

 

Eine Blockhütte auf einer Streuobstwiese, ein paar Meter dahinter ein kleiner Bahnsteig: So sieht ein Hauptbahnhof aus, nämlich der von Westerbeck, einem kleinen Ortsteil der Gemeinde Sassenburg nahe dem niedersächsischen Gifhorn. Ab hier führt das Gleis ins niedersächsische „Große Moor“. Angetrieben von einem 20 PS starken Zweizylinder-Diesel zockelt die Moorbahn im gemütlichen Schritttempo durch ein kleines Waldstück in Richtung Moor. Den vollständigen Artikel finden Sie hier.


Aller Zeitung 02.06.2019
Aller Zeitung 02.06.2019

13.06.2019 Zur Tätigkeit eines Wolfsberaters

Der Wolf im Landkreis Gifhorn

Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung: Rückkehrer Wolf - Angst, Hass, Faszination

Gifhorn 13.06.2019

 

Joachim Remitz berichtet über seine Arbeit als „ehrenamtlicher“ Wolfsberater. Anhand praktischer Beispiele erfahren die Besucher alles über die Öffentlichkeitsarbeit, die Vernetzung mit und zwischen der unteren Naturschutzbehörde (UNB), der Jägerschaft, dem Veterinäramt und des Niedersächsische Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), die Beratung der Nutztierhalter und das Monitoring. Natürlich wird auch über die Situation im Landkreis Gifhorn informiert.

 

Beginn: 19:00 Uhr

Ort: Historisches Museum Schloss Gifhorn, Schlossplatz  in 38518 Gifhorn

 

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.


28.05. Vortrag zur Feldlerche

Neugründung einer NABU-Gruppe in Wittingen

NABU Kreisverband Gifhorn lädt zu einer Vortragsveranstaltung zur Felderlerche ein, als Auftakt zur Neugründung einer NABU Gruppe in Wittingen

Feldlerche mit Insekt, Peter Lindel
Feldlerche mit Insekt, Peter Lindel

Knesebeck

 

Wohin gehen die Vogelzahlen?

 

Einst häufige Vogelarten, wie die Feldlerche, werden selten. Das bestätigen verschiedene Analysen der Vogelbestände, die uns eine wesentliche Grundlage für kommende Naturschutzplanungen liefern.

 

Dieser Trend lässt sich auch im Landkreis Gifhorn beobachten. Daher lädt der NABU Kreisverband Gifhorn am 28.05.2019 um 19:00 Uhr zu einem Vortrag über den Vogel des Jahres 2019, die Feldlerche, ein. Der Vortrag findet in der Integrationswerkstatt Knesebeck, Fallerslebener Straße 10 in Knesebeck statt.

 

Joachim Neumann vom NABU Artenschutzzentrum Leiferde berichtet über die Feldlerche und seine praktischen Erfahrungen bei der Untersuchung dieses stimmgewaltigen Vogels. Im Anschluss wird es einen lockeren Austausch über aktuelle Naturschutzprobleme geben. Weiterhin soll die Neugründung einer NABU Gruppe in Wittingen thematisiert werden.

 

Termin: Dienstag 28.05.2019, 19:00 Uhr

Ort:         Integrationswerkstatt Knesebeck (ehemals Kanadahaus); Fallerslebener Straße 10 in Knesebeck


Eichenprozessionsspinner - Ängste und Aktionismus bestimmen die Diskussion und Handlungen

NABU Kreisverband Gifhorn kritisiert die Bekämpfung aus der Luft

Artenschutz spielt keine Rolle

Landkreis Gifhorn 16.05.2019

 

Nun werden 540 Hektar Eichenbestände im Landkreis Gifhorn aus der Luft besprüht. Eine nachhaltig wirksame Maßnahme gegen den Eichenprozessionsspinner? Nein! Eine kurzfristige Maßnahme zur Beruhigung der teils verunsicherten Bevölkerung? Ja! So könnte man die aktuelle Lage zusammenfassen.

 

Der NABU Kreisverband Gifhorn kritisiert die aktuelle Sprühaktion aus der Luft entschieden. „Man tut etwas, aber eine langfristige Wirkung wird nicht erzielt“, so der Diplom Biologe Florian Preusse vom NABU Kreisverband Gifhorn.

 

In Zeiten eines flächigen Insektensterbens und dem weitgehenden Fehlen von Schmetterlingen in der Agrarlandschaft, wirkt eine derartige Vorgehensweise sehr befremdlich. Natürlich steht der Gesundheitsschutz der Bevölkerung im Vordergrund, ein Totschlagargument, dass der realen Situation jedoch nicht gerecht wird.

 

Die Population dieser eigentlich faszinierenden Schmetterlingsart wird sich zeitnah erholen, die Bekämpfungen erneut stattfinden. Das aber bereits bei dem ersten Einsatz des Biozids hunderte weiterer Spezies auf einem der artenreichsten Lebensräume, der Eiche, geopfert werden, bleibt außen vor. Die langfristigen ökologischen Auswirkungen dieser kurzsichtigen Vorgehensweise werden wir erleben.

 

Man wird sich mit dem Eichenprozessionsspinner schlicht arrangieren müssen. So treten Massenvermehrung nicht in jedem Jahr auf. Mit einer mechanischen Entfernung der Raupen innerorts, der zeitweisen Absperrung betroffener Gebiete außerorts, einer sachlichen Aufklärung der Bevölkerung und dem gezielten, in nur wenigen Ausnahmefällen notwendigen Einsatz eines Biozids, könnte man eine langfristige Lösungsstrategie entwickeln, die auch waldbauliche Maßnahmen beinhalten muss. Eichenforste fördern eine massenhafte Entwicklung, ein Naturwald ist hingegen weitgehend immun. Aktuell werden die Kommunen dabei finanziell und fachlich im Regen stehengelassen. Werden die daraus resultierenden Handlungen zusätzlich von Ängsten und Aktionismus bestimmt, dann bleiben Natur- und Artenschutz auf der Strecke.

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Aufgrund der teils sehr emotional geführten Diskussion zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners im Landkreis Gifhorn hat der der NABU Kreisverband einige Informationen zusammengestellt, um zu einer Versachlichung der Thematik beizutragen.

 

Weiterführende Informationen finden Sie hier


12.05. Wandern mit dem Deutschlandfunk

Erkundung Großes Moor Gifhorn12.05.2019, 10:15 Uhr

Gifhorn

 

Moore sind die Heimat gruseliger Märchen und feingliedriger Torfmoose. Lebendige Moore sind riesige CO2-Speicher und eine der preisgünstigsten Formen von Klimaschutz. Viele sind trockengelegt – und dabei wurden große Mengen von Kohlendioxid freigesetzt, so auch im Großen Moor im niedersächsischen Gifhorn. Der örtliche NABU Kreisverband arbeitet daran, es wieder zu vernässen. Mit der Moorbahn des Vereins Natur- und Kultur Erlebnispfad Großes Moor Gifhorn können wir trockenen Fußes das Feuchtgebiet erkunden.

 

Eine Mischung aus Moorbahnfahrt und Wanderung durchs Moor. Ticketpreis für die Moorbahn: Erwachsene zahlen 5 €, Kinder 3 €. Geeignet auch für Menschen, die nicht ganz so gut zu Fuß sind.

 

Weitere Informationen finden Sie hier


10.05.2019 Podiumsdiskussion zum Wolf

Veranstaltung im Rahmen der Sonderausstellung "Rückkehrer Wolf - Angst, Hass, Faszination"

Gifhorn 10.05.2019

 

Podiumsdiskussion in der Stadthalle in Gifhorn am 10. Mai um 19:00 Uhr im Rahmen der Sonderausstellung "Rückkehrer Wolf - Angst, Hass, Faszination"

 

Kaum ein Tier erhitzt die Gemüter momentan so sehr wie der Wolf. Seit er wieder in Deutschland zurück ist, wird immer wieder die eine Frage gestellt: Ist ein Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf überhaupt möglich?

 

Darüber diskutieren am 10. Mai ab 19 Uhr in der Stadthalle Gifhorn

  •  Helmut Dammann-Tamke (Präsident Landesjägerschaft Niedersachsen)
  • Jörn Ehlers (stv. Präsident Landvolk Niedersachsen Landesbauernverband)
  • Dr. Holger Buschmann (Landesvorsitzende NABU Niedersachsen)
  • Uwe Martens (Freundeskreis freilebender Wölfe).

Moderation: Ralf Stephan (Chefredakteur Land & Forst). Einlass ab 18.30 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.


Samstag 16.03. "Kisten zum Nisten"

Kompaktseminar rund um Nisthilfen für den eigene Garten

Vögel und andere Tiere haben es mitunter schwer an unseren Häusern und in unseren Gärten. Der Spatz, einst einer der häufigsten Vogelarten im Siedlungsbereich, ist mittlerweile stark rückläufig. Dieser Trend betrifft aber auch zahlreiche weitere Vogel-, Fledermaus und Insektenarten und das nicht nur außerhalb von Siedlungsgebieten.

 

Im Zuge energetischer Sanierungen und modernem Fassadenbau fallen Brutmöglichkeiten an Gebäuden vielfach weg, Schwalbennester werden abgeschlagen und Vorgärten durch Steinschotter in „Gärten des Grauens“ umgewandelt, wie der Titel einer sehr erfolgreichen Facebookseite lautet.

 

Was aber kann ich selbst gegen den Artenschwund in meinem Garten und der näheren Umgebung tun? Zu dieser Fragestellung gibt der NABU Kreisverband Gifhorn am Samstag den 16. März erstmals ein Kompaktseminar. Florian Preusse, Diplombiologe und ehrenamtlicher Naturschützer gibt zahlreiche Tipps rund um das Thema Nisthilfen. Neben den klassischen Kästen für Vögel werden auch andere Artengruppen, wie Fledermäuse und Insekten angesprochen. Welche Art von Kasten ist für wen geeignet? Wo kann ich Nisthilfen rund um mein Grundstück anbringen? Was kann ich konkret meinem eigenen Garten tun?

 

Die Veranstaltung findet an der Außenstelle des Sibylla-Merian Gymnasiums in Leiferde (Kampweg 1, 38542 Leiferde) ab 09:00 Uhr bis ca. 12:00 Uhr statt. Hier wurden rund um das Schulgelände bereits zahlreiche Nisthilfen angebracht, so dass es genügend Anschauungsmaterial direkt vor Ort gibt.

 

Interessierte Personen melden sich bitte bis zum 14.03.2019 unter info@nabu-gifhorn.de oder telefonisch während unserer Öffnungszeiten an. Bitte bringen Sie auch wetterfeste Kleidung und etwas Verpflegung mit.


Sonderausstellung Wolf 08.03. - 13.10.2019

Rückkehrer Wolf -  Hass, Angst, Faszination

Am 08.03.2019 eröffnet die Sonderausstellung "Rückkehrer Wolf - Hass, Angst, Faszination" im Historischen Museum Schloss Gifhorn.

 

Die Ausstellung bietet die einmalige Möglichkeit sich umfassend und sachlich über den Wolf zu informieren. Die Ausstellung wird von einem reichhaltigen, vertiefenden Rahmenprogramm begleitet.

Die Ausstellungsinhalte wurden zusammen mit der Kreisjägerschaft, dem Landvolk, einem Wolfsberater, dem Museum und dem NABU Kreisverband erarbeitet. Somit konnten wir gewährleisten, dass alle das Thema betreffenden Aspekte abgedeckt wurden.

 

Weitere Informationen rund um die Ausstellung finden Sie hier

Download
Ausstellungsflyer
Flyer WOLF Museen-Gifhorn.pdf
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