Sauerbach als Wasserquelle für angrenzenden Wald

Maßnahmen der Wiedervernässung vom NABU im Birkenbruchwald

Neben der Vernässung von Torfflächen in Renaturierungsbecken führen die Mitarbeiter vom NABU Kreisverband auch Maßnahmen der Wasserrückhaltung in Waldgebieten zwischen Neudorf-Platendorf und Schönewörde durch. Kleine, ca. 80 cm hohe Deiche, die zu Beginn des Jahres errichtet wurden, dienen als Barrieren, welche das Oberflächenwasser vom Sauerbach im Birkenwald stauen. Das Wasser fließt von den periodisch kontrollierten Stauwerken des Sauerbachs als kleiner Bach in den Birkenbruchwald, und bildet einen großen See im Naturschutzgebiet. Durch das gewollte Absterben von Pflanzen, insbesondere Bäume, entwickelt sich über eine längere Zeit ein charakteristischer Bruch-/Moorwald mit Pflanzen, die dauerhaft nasse Böden als Lebensgrundlage benötigen. Enten, Amphibien, Reptilien, Insekten und Kraniche besiedeln die neu geschaffenen Habitate. Die Überschwemmungsgebiete im Großen Moor liegen außerhalb von Agrar- bzw. Siedlungsflächen und stellen demzufolge keine Gefahr für angrenzende Flächeneigentümer, Bewirtschafter bzw. Bewohner dar.

 

(Andrè Deter NABU Kreisverband Gifhorn e.V.)

 

im Sauerbach im Naturschutzgebiet Großes Moor (Foto: Renè Hertwig)
im Sauerbach im Naturschutzgebiet Großes Moor (Foto: Renè Hertwig)
Birkenbruchwald am Sauerbach im Naturschutzgebiet Großes Moor (Foto: Renè Hertwig)
Birkenbruchwald am Sauerbach im Naturschutzgebiet Großes Moor (Foto: Renè Hertwig)