Organische Stoffe aus der Tierzucht als Beiträge zur Bodenverbesserung

Mist und Gülle als Dünger zur Herstellung neuer Erden

Um die Bodenfruchtbarkeit mit natürlichen Zuschlagsstoffen weiter zu erhöhen, könnten Mist und Gülle als natürliche Düngemittelgaben zusätzlich zur Produktion neuer Erden eingesetzt werden. Die direkte Einarbeitung von insbesondere großen Güllemengen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen stellt besonders um sehr große Tierzuchtanlagen eine enorme Geruchsbelästigung und teilweise eine Schädigung der Oberflächen- und Grundwässer dar. Die Weiterverarbeitung dieser Abstoffe über die Herstellung neuer Erden für die Regenerierung alter Moorflächen scheint ein weiterer umsetzbarer Lösungsansatz zur dauerhaften Minimierung des Nutzungsdruckes im Torfabbau zu sein. Mist kann direkt im Erdboden als organischer Dünger verwendet werden, oder als Zusatzstoff in Kompostanlagen veredelt werden. Besonders Gülle ist aufgrund der Nutztiere in großen Mengen vorhanden. Durch physikalische, biologische und chemische Untersuchungen muss sie vor der Weiterverarbeitung ihren Beitrag zum regenerativen Bodenaufbau nachweisen. Mit diesen natürlichen Zuschlägen könnten Defizite in der Fruchtbarkeit erneuerbarer Erden minimiert bzw. ausgeglichen werden.

(Andrè Deter vom NABU Kreisverband Gifhorn e. V.)