Graugänse als Gäste bei Leiferde

Ackerflächen als zusätzliche Nahrungshabitate für Wildtiere

Der Anbau von Kulturpflanzen dient neben der Nahrungs- und Futtermittelproduktion für Menschen und für Nutztiere auch als Ruhe-, Fortpflanzungs- und Futterplätze für Wildtiere. In unserer vielfältigen Kulturlandschaft sind besonders Getreideflächen zum Erwerb von energiereichen Körnern für Tiere besonders wertvoll, bestätigt André Deter vom NABU aus Leiferde. Kurz vor Arbeitsbeginn am Montag, den 7. Juli konnte er am abgeernteten Getreidefeld vor Leiferde ein Foto mit rastenden Graugänsen aufnehmen. Herr Deter sagt, dass durch die diversen Nutzungen auf Agrarflächen in Form der vielfältigen Fruchtfolge sehr unterschiedliche Bedingungen für Tiergruppen über ein Anbaujahr hinweg geschaffen werden. „Dabei spielt die Anbaudauer bis zur Ernte der Kulturpflanzen eine weniger dominante Rolle. Die Nutzung der Flächen mit möglichst unterschiedlichen Pflanzen bzw. Stoppeln, Brauchen, Leguminosen und Beikräutern ist hier von größerer Bedeutung.“, meint er. „… Dieser naturschutzfachliche Beitrag der Landwirtschaft wird großflächig noch verstärkt, wenn zusätzlich zur regionaltypischen Fruchtfolge (Gersteaufwuchs, Ernte, Stoppel, Schwarzbrache, Winterraps) auf einer Fläche auch eine zusätzliche Fruchtartendiversifizierung im gesamten Landschaftsraum angewandt wird …“, fügt Deter hinzu. So können gleichzeitig verschiedenartige Pflanzen als Futter für Nutztiere, Nahrung für den Menschen und Energiepflanzen zur Produktion von erneuerbarer Energien nebeneinander angebaut werden.

Rastende Graugänse auf einer abgeernteten Getreidefläche bei Leiferde (Foto: Andrè Deter)
Rastende Graugänse auf einer abgeernteten Getreidefläche bei Leiferde (Foto: Andrè Deter)