NABU-Obstbaumschnitt in einzigartigem Biotop

Streuobstwiesen sind ein vielfältiger Lebensraum für Tiere und
Pflanzen. Die Obstwiesen bieten ihren Bewohnern ein reich gegliedertes
Mosaik verschiedener Kleinlebensräume.

Auch in unserer Region befanden sich um die Dörfer häufig
Streuobstgürtel die im Laufe der Zeit alle verschwanden. Im Rahmen der
Flurbereinigung bestand 1988 die Möglichkeit, einen solch typischen
Streuobstgürtel bei Wasbüttel wieder anzulegen. In Kooperation mit dem
NABU Kreisverband Gifhorn wurden 260 hochstämmige Obstbäume aus 80
Sorten auf einer Fläche von 25.000 m^2 angepflanzt. Die Wiese in
Wasbüttel ist somit einer der größten Streuobstbestände im norddeutschen
Raum.

Für eine möglichst lange Lebensdauer der Obstbäume und somit auch der
Nahrungsgrundlage für die vielen verschiedenen Tierarten der
Streuobstwiese ist es erforderlich, einen regelmäßigen Baumschnitt
durchzuführen. Diese Schnittmaßnahme ist für den Erhalt der Bäume
dringend erforderlich, da sonst Äste unter der Last der Früchte
ausbrechen und somit das Lebensalter der Bäume stark verkürzt wird. Dies
gilt selbstverständlich auch für alle Obstbäume in den heimischen Gärten.

Daher lädt Manfred Deneke, Vorsitzender der NABU Gruppe Isenbüttel, am
22.02.2008 ab 10:00 Uhr zu einem gemeinsamen Obstbaumschnitt auf die
Streuobstwiese Wasbüttel ein. Unter fachkundiger Anleitung von
Dipl.-Biol. Uwe Kirchberger können Interessierte die Grundtechniken des
Obstbaumschnitts erlernen und gleich am Objekt ausprobieren. Dafür ist
es erforderlich, dass die Teilnehmer möglichst Leiter und
Schnittwerkzeug mitbringen. Treffpunkt ist das Lindenrondell in der
Mitte der Wiese.

Für einen guten Ertrag und den langjährigen Erhalt der Obstbäume  sind regelmäßige Schnittmaßnahmen erforderlich.
Für einen guten Ertrag und den langjährigen Erhalt der Obstbäume sind regelmäßige Schnittmaßnahmen erforderlich.