NABU ist entsetzt über geplante Erweiterung des Gewerbegebietes Gifhorn Süd

Bereits vor über zehn Jahren als die Ausweisung des ersten Abschnittes vom Gewerbegebiet Gifhorn-Süd erfolgte, hat der NABU starke Einwände erhoben. Diese basierten in erster Linie auf der Vernichtung des Nahrungsraumes vom Weißstorch sowie des Verlustes von Retentionsraum. Diese Argumente haben nach wie vor Bestand. Im Gegensatz dazu wurde seitens der Stadtverwaltung stets bestritten, dass es sich bei den fraglichen Flächen um ein Überschwemmungsgebiet handelt. Auch als die gesamten Flächen 2002 unter Wasser standen, zeigte sich die Stadtverwaltung uneinsichtig und versuchte sogar einen Anschluss des Gewerbegebietes an die K114 zu erreichen.

Uwe Kirchberger, Geschäftsführer des NABU Kreisverbandes Gifhorn, erklärt: "Nachdem aus Gründen der Naherholung und des Naturschutzes die Planungen für diese Straße im letzten Jahr eingestellt wurden und die Flächen im neuen Regionalen Raumordnungsprogramm für den Großraum Braunschweig als Vorranggebiet für Hochwasserschutz ausgewiesen wurden, hofften wir auf entsprechende Einsicht der Stadtverwaltung, doch da haben wir uns wohl getäuscht.". "Es ist schon erstaunlich, mit welcher Beharrlichkeit die Stadt Gifhorn an einem einmal eingeschlagenen Irrweg festhält," so Kirchberger weiter. Zudem erscheint es recht Unglaubwürdig, dass es keine Alternativen zum Gewerbegebiet Gifhorn Süd geben soll. Dies würde ja bedeuten, dass nach erfolgter Veräußerung der Gewerbegrundstücke in Gifhorn Süd, das Ende der Gewerbeansiedlung in der Stadt Gifhorn erreicht sei und damit natürlich auch das Ende der Stadtentwicklung.