NABU-Obstbaumschnitt in einzigartigem Biotop

Streuobstwiesen sind ein vielfältiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Die Obstwiesen bieten ihren Bewohnern ein reich gegliedertes Mosaik verschiedener Kleinlebensräume.

Auch in unserer Region befanden sich um die Dörfer häufig Streuobstgürtel die im Laufe der Zeit alle verschwanden. Im Rahmen der Flurbereinigung bestand 1988 die Möglichkeit, einen solch typischen Streuobstgürtel bei Wasbüttel wieder anzulegen. In Kooperation mit dem NABU Kreisverband Gifhorn wurden 260 hochstämmige Obstbäume aus 80 Sorten auf einer Fläche von 25.000 m2 angepflanzt. Die Wiese in Wasbüttel ist somit einer der größten Streuobstbestände in norddeutschen Raum.

Für eine möglichst lange Lebensdauer der Obstbäume und somit auch der Nahrungsgrundlage für die vielen verschiedenen Tierarten der Streuobstwiese ist es erforderlich, einen regelmäßigen Baumschnitt durchzuführen. Diese Schnittmaßnahme ist für den Erhalt der Bäume dringend erforderlich, da sonst Äste unter der Last der Früchte ausbrechen und somit das Lebensalter der Bäume stark verkürzt wird.

Daher lädt Manfred Deneke, Vorsitzender der NABU Gruppe Isenbüttel, am 02.03.2007 ab 13:00 Uhr zu einem gemeinsamen Obstbaumschnitt auf die Streuobstwiese Wasbüttel ein. Treffpunkt ist das Lindenrondell in der Mitte der Wiese. Für die noch nicht so erfahrenen Obstbaumfreunde wird der Diplom-Biologe Uwe Kirchberger eine praktische Einführung in den Obstbaumschnitt durchführen. Die Teilnehmer sollten – soweit möglich – eine Leiter und Schnittwerkzeug mitbringen.

Streuobstwiese Wasbüttel in voller Blüte.
Streuobstwiese Wasbüttel in voller Blüte.